Freibadsanierung

Die SWG hat bereits am 11.10.2017 einen Beschluss zum Erhalt des Freibades herbeigeführt. Die Abstimmung erfolge einstimmig mit 1 Enthaltung.

Am 12.12.2017 trat dann die Stadtvetretung einstimmig mit 2 Enthaltungen dem Bürgerbegehren zum Erhalt des Freibades bei. Gleichzeitig wurde beschlossen, das Freibad konventionell (also als Chlorbad) zu sanieren und nicht als sogenanntes Naturfreibad neu zu bauen.

 

Warum haben wir damals so gestimmt?

Der Vorschlag sah und sieht eine schrittweise Sanierung über 3 Jahre vor. Damit konnte eine solide Finanzierung erreicht werden. Die Sanierung kann ohne Schließung des Freibades durchgeführt werden.

 

Wie stellt sich ein Naturfreibad für uns dar?

Ein Naturfreibad wird im technischen Regelwerk auch als Kleinbadeteich bezeichnet, das einem natürlichen Gewässer nachempfunden ist. Es müssen nach den technischen Regeln und dem Infektionsschutzgesetz einige Bedingungen eingehalten werden. Durch die Nähe zum europäischen Naturschutzgebiet Schwentine bietet ein Naturbad z.B. einen Anziehungspunkt für die im Naturschutzgebiet lebenden Wildvögel und damit ist die Keimfreiheit nicht mehr gewährleistet. Weitere Bedingungen sind z.B. 10m3 Wasser pro Badenden und eine maximale Wassertemperatur von 23 Grad.

Ein Naturfreibad ist ein Neubau, der ohne eine Schließung des Freibades für mindestens 1 Jahr nicht realisiert werden kann. Dazu kommt die Zeit, die nach dem Bau benötigt wird, um die Filterung in dem Schilfgürtel zu starten um die Hygienevorschriften zu erreichen

Wir befürchten eine immer wiederkehrende kurzfristige Schließung eines Naturfreibades wegen Keimbelastung. Zusätzlich wird es Beschränkungen der Besucherzahlen geben, da die natürliche Filteranlage nur bei einer bestimmten Anzahl an Besuchern noch wirksam sein wird.

 

 Warum bleiben wir bei unserer Meinung?

 

Am 14.08.2018 wurden die Fraktionen auf die Fördermöglichkeiten des Bundes hingewiesen. Bekannt war, dass 750.000€ Fördermittel bereits bewilligt waren. An die zusätzlichen Fördermöglichkeiten des Bundes sind jedoch mehrere Bedingungen geküpft, wie ein innovatives Bad, Bürgerbeteiligung etc.

Der Förderantrag musste jedoch bis zum 31.08.2018 gestellt werden. So standen nur 14 Tage zur Verfügung, um den Vorschlag der Grünen Fraktion zur Beantragung eines Naturerlebnisbades zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.

Auf Grund der Erfahrungen mehrerer Fraktionsmitglieder mit Firmenpräsentationen sind wir der Meinung, dass eine Präsentation einer Firma niemals neutral und unvoreingenommen ist. Wir sollten also etwas beschließen, dessen Folgen wir nicht absehen konnten.

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Sollen die Fördergelder des Bundes beantragt werden?

Die Möglichkeit eine zusätzliche Förderung von 45% zu erhalten soll auf jeden Fall wahrgenommen werden. Eine Bürgerbeteiligung wird durch den Verein „Freibad hat Zukunft“ auf jeden Fall gegeben sein. Die Verwaltung hat mit ihrer Vorlage 136/2018 einen attraktiven Projektvorschlag erstellt.

Es wird nur eine kurze Verzögerung des Projektes erwartet. Bei Nichtbewilligung erhält die Stadt bereits im Oktober Bescheid und kann mit der Ausschreibung beginnen. Bei der Aussicht auf einen Förderbescheid verlängert sich die Wartezeit bis Ende Dezember 2018.

Das Freibad wird auf jeden Fall in jedem Sommer geöffnet sein.