Diskussionsrunde mit Schwentinentaler

 

Bürgerinnen und Bürger

 

Thema: Fahrradfahren in Schwentinental

 

am 27. März 2019 im Bürgerhaus Klausdorf

 

 

TOP 1: Begrüßung durch den Fraktionsvorsitzenden der SWG

  

Der Fraktionsvorsitzende Herbert Steenbock begrüßt die anwesenden Gäste dieser Diskussionsrunde. Er legt die Vorteile des Fahrradfahrens dar und stellt fest, dass für ein Radwegekonzept mit Kosten in Höhe von 20.000 - 30.000 € zu rechnen ist. Bis zur Vorlage eines Konzeptes durch einen Gutachter, können 6 – 12 Monate vergehen. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Mängel aufzuzeigen und Lösungen vorzuschlagen, um kurzfristige Änderungen durch Anträge zu erreichen. Auch könnten kostengünstige Problemlösungen kurzfristig umgesetzt werden. Aus diesem Grunde werden die Mängel im Einzelnen aufgezeigt und Vorschläge zu Lösungen diskutiert. Die Ergebnisse im Einzelnen werden nachfolgend aufgelistet.

 

 

TOP 2: Auflistung der Problemstellen für Radfahrer in Schwentinental

  

2.1 St. Anna bis Bahnhofstr./Rönner Weg (OT Raisdorf)

 

Der Radweg am St Annenweg endet am Kreisel vor St. Anna. Hier ist entweder die Straßenseite zu wechseln oder Kinder müssen auf dem Fußweg weiterfahren. Hier behindert ein Parkplatz mit senkrecht zur Fahrbahn geparkten Fahrzeugen ein problemlosen Vorankommen. Für Radfahrer besteht die Pflicht, auf der rechten Straßenseite bis zur Räucherkate zu fahren.

 

Lösungsvorschlag:

 

Fahrradleitschilder aufstellen, Senkrechtparkplätze so gestalten, dass ohne eine rechtwinklige Verschwenkung auf dem Fußweg gefahren werden kann.

  

2.3 Kieler Straße /Eisenbahnbrücke

 

Ab Räucherkate auf der Kieler Straße in Fahrtrichtung Eisenbahnbrücke bis zur Ampel sind die Fußwege sehr schmal. Eine Benutzung des Fußweges ist nicht erlaubt, das Fahren auf der schmalen Straße gefährlich. Da hier auch der Schulweg verläuft, besteht ein großes Gefährdungspotential. Hinter der Brücke muss aktuell die Straßenseite gewechselt werden.

 

In Gegenrichtung endet der Fahrradweg vor der Eisenbahnbrücke an einer Litfsssäule und wird rechtwinklig auf die Fahrbahn geführt. Die Litfasssäule ist oft nicht mit Werbung bestückt und behindert sehr stark die Sicht. Eine Einfädelung in den fließenden KFZ-Verkehr ist unübersichtlich und gefährlich.

  

Lösungsvorschlag:

 

Entfernung der Litfasssäule. Die Radwegeführung  sollte so gestaltet werden, dass ein Einfädeln auf die Fahrbahn möglich ist. Unterstützt würde die Lösung durch das Aufbringen von gestrichelten Linien. (Angebotsstreifen). Zur Vermeidung des Fahrbahnwechsel in der Gegenrichtung wäre eine Freigabe des Fußwege  für Radfahrer bis zur Ampel am Fernsichtweg sinnvoll und entsprechende Fahrradleitschilder wären sinnvoll. Ebenso sollte zwischen der Räucherkate  und dem Fernsichtweg unterhalb der Brücke 30 km/h eingerichtet werden.

  

2.4 Raisdorfer Holz/ Sportplätze bis zur Daimlerstraße im weiteren Verlauf über die Gutenbergstraße zum DRK Internat

 

Der kurze Weg zwischen Raisdorfer Holz und der Brücke über die Eisenbahn sollte besser gepflegt werde (beschneiden der Sträucher, holperiger Fahrweg).
Im Gewerbegebiet auf der Gutenbergstraße fahren die Schülerinnen und Schüler morgens auf der Straße, da der Verkehr morgens noch übersichtlich ist. Zurück nutzen sie den Bürgersteig.
In der Kurve Richtung DRK Internat ist eine abknickende Vorfahrt und birgt Gefahren, da Fahrzeuge von rechts Vorfahrt haben.

  

Lösungsvorschlag:


Anbringen eines Spiegels in der Kurve, damit entgegenkommende Autos rechtzeitig gesehen werden. Der Fußweg sollte auch für Radfahrer freigegeben werden. Der Fußgängerverkehr ist hier äußerst gering.

  

2.5 Schulweg von Klausdorf nach Raisdorf

 

Der Oppendorfer Weg zwischen Ritzebeker Weg und Ahornallee ist sehr dunkel und schlecht ausgebaut.

 Es ist dringend erforderlich, dort eine Beleuchtung des Weges zu installieren, da der Weg auch als Schulweg benutzt wird.

Grundsätzlich ist diese Verbindung die ideale Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen Schwentinental, beginnend an der Endhaltestelle der Linie 22 im OT Klausdorf über den Ritzebeker Weg, Oppendorfer Weg, Ahornallee, Hermann-Löns-Straße bis zur Albert-Schweitzer-Schule und dem Rathaus. Dies stellt sich als Projekt für das Radwegekonzept dar. Hierbei muss die Anbindung an das Radwegenetz von Kiel und Umgebung berücksichtigt werden.

  

2.5 Radwege im Ostseepark Raisdorf

 

Grundsätzlich waren sich die Teilnehmer einig, dass der Ostseepark für Fahrradfahrer gefährlich ist und zurzeit alles auf das Auto ausgerichtet ist. Von der Preetzer Chaussee kommend, gibt es nur die Möglichkeit auf dem Bürgersteig nach dem Kreisel bei Mediamarkt in die Mergenthaler Str. abzubiegen. Insgesamt ist es durch die vielen Parkplatzausfahrten entlang dieser Straße sehr gefährlich und unübersichtlich auf der Fahrbahn, als Radfahrer am Verkehr teilzunehmen.

 Im weiteren Verlauf bis zur Kreuzung Gutenbergstraße muss ein Radfahrer die Straßenseite wechseln um auf einem Radfahrweg Richtung L52 weiterzufahren. Ortsunkundigen wird es nicht deutlich, dass sie wechseln müssen.

  

Lösungsvorschlag:

 

Radfahrwege durch Schilder kennzeichnen. Radfahrern die Fahrt auf dem Bürgersteig erlauben oder auch dort Angebotsstreifen auf der Fahrbahn errichten. Grundsätzlich könnte kurzfristig der Fußweg an der Gutenbergstraße für Fahrradfahrer freigegeben werden.

  

2.6  Dorfstraße/ L52 Richtung Wehdenweg (OT Klausdorf)
Die Verbindung zur L52 ist ungepflegt. Gärtner- und Asphaltarbeiten wären notwendig, jedoch ist dafür die Stadt Kiel zuständig, da der Weg außerhalb der Stadtgrenze liegt.

  

2.7 Preetzer Chaussee/ Kieler Straße (alte B76)
Der kombinierte Fuß- und Radweg an der Preetzer Chaussee Richtung im OT Klausdorf  und in Verlängerung die Kieler Straße im OT Raisdorf  an der Lise-Meitner-Straße ist zu schmal für die Verkehrsteilnehmer und an den Seite zum Teil abgebrochen. Ein Begegnungsverkehr zwischen Radfahrer und Radfahrer bzw. Radfahrer und Fußgänger ist stets problematisch. Außerdem liegt der Radweg an der Kieler Straße im Dunkeln.

 

Lösungsvorschlag: In Richtung Kiel ist auf der Fahrbahn ein Radfahrstreifen aufzubringen, um Begegnungsverkehr zu vermeiden.

  

2.8 Wasserwerksweg


Der Fahrradweg ist nur einseitig ausgeschildert. An der Einmündung in die Preetzer Chausee fehlt ein Schild.

 2.9 Heidbergredder

 

Der Heidbergredder könnte gut als Fahrradweg in Richtung Kiel genutzt werden.  Ein Hinweisschild „ Fahrrad Richtung Kiel“ würde bereits jetzt für einen sicheren Radweg sorgen. Für ein späteres Radwegekonzept könnte der Heidbergredder ein wichtiges Verbindungsglied zu den Fahrradstraßen Kiels werden.

  

2.10 Kreuzung Preetzer Chaussee (Alte B76)/ L52

 

Am Rande des Radweges befindet sich eine Abbruchstelle an einem Abhang. Diese Gefahrenstelle sollte so schnell wie möglich beseitigt werden
 

2.11 Ampeln
Alle drei Ampelanlagen in Schwentinental (2 im Verlauf der L52, 1 vor der Einfahrt in den Ostseepark sind sogenannte Bedarfsampeln. Sie geben grün nur auf Aufforderung durch einen Radfahrer oder Fußgänger. Dies führt dazu, dass entweder die Radfahrer die Fahrbahn benutzen oder bei rot über die Ampel fahren. Hier wäre es sinnvoll, die Ampel so zu schalten, dass bei Querverkehr auch die Fußgänger und Radfahrer grün haben.

  

Die Teilnehmer/Innen schlagen vor, im nächsten Haushaltsplan 2020 die Kosten der Mobilitätspläne für Fahrbahnen und Radwege gesondert in einer eigenen Haushaltsstelle aufzuführen. Die anwesenden Kommunalpolitiker werden gebeten, sich dafür einzusetzen.

 

  

TOP 3: Sonstiges

  

Es wird für die „Begehung“ der einzelnen Problemstellen in Zusammenarbeit mit Christian Ramm (Die Grünen) eine Fahrradtour für den 11. Mai 2019 um 14.00 Uhr festgelegt.

 

Dabei sollten auch die Lösungsvorschläge überprüft werden.

 

Außerdem soll das Projekt „Stadtradeln“ als Werbung für Radfahren in Schwentinental weiter gefördert werden.